Idealistische oder pragmatische Politik?

Die Gefährlichkeit einer verabsolutierten neptunischen Energie

Von dem von mir durchaus nicht geschätzten Franz-Josef Strauß stammt der Satz: "Wer mit 20 nicht Sozialist ist, hat kein Herz, und wer mit 40 noch immer Sozialist ist, hat keinen Verstand!" Strauß war kein dummer Politiker, und hier hat er Recht.

Warum kann man mit einer emotionalen idealistischen Position nicht Politik machen? Was ist daran falsch? Die einfache Antwort lautet: Weil die Welt nicht idealistisch funktioniert. Weder die Menschen noch die Verhältnisse sind in Ordnung. Die Realität ist einfach so, daß sie auf gut gemeinte menschenfreundliche Handlungen nicht immer menschenfreundlich reagiert. Es kann sein und ist leider oft so, daß solche Handlungen egoistisch ausgenutzt und damit in ihr Gegenteil verkehrt werden. Kurt Tucholski sagte einmal: "Gut ist das Gegenteil von gut gemeint!"

Lassen Sie mich das hier Gemeinte an einem etwas absurden Beispiel erklären, das aber einen direkten Bezug zur Migrationsproblematik hat: Ich wohne seit über 40 Jahren in Heiligenhaus in einem Hochhaus mit 71 Parteien. Die Bewohner sind inzwischen fast alle im Rentenalter. Ihre Kinder sind längst ausgezogen und in vielen Wohnungen stehen Zimmer leer. Die einzelnen Wohnungen sind Eigentumswohnungen und haben alle einen Balkon. Nehmen wir nun folgendes Szenario an:

Die Obdachlosen von Heiligenhaus (es gibt einige) haben sich verabredet, die nicht bewohnten Zimmer in unserem Hochhaus zu besetzen. Das wird ihnen von den Eigentümern natürlich nicht erlaubt, und so versuchen sie, über die Fassade auf die Balkone zu klettern und sich auf diesem Weg Eintritt zu verschaffen. Einigen gelingt das auch, andere stürzen bei diesem Versuch ab, verletzen sich oder kommen gar zu Tode. Das wird von der hiesigen Presse registriert. Es erscheinen Artikel, die den Bewohnern Vorwürfe machen. Es ist die Rede von Mitleidlosigkeit, Herzlosigkeit und Egoismus der Bewohner. Inzwischen bekommen die Obdachlosen Verstärkung durch die umliegenden kleinen Städte Wülfrath, Mettmann und Velbert. Auch die ersten NGOs tauchen auf. Die Fassade wird zur "Mauer der Schande" erklärt. Sie spannen Netze unter die Balkone, um die Abstürzenden vor Verletzungen zu schützen. Man solidarisiert sich lautstark mit den Obdachlosen und stellt die Forderung auf, daß jeder das Recht haben sollte, unbenutzten Wohnraum in Anspruch zu nehmen. Auch die Kirchen melden sich und erinnern daran, daß Christentum heißt, Barmherzigkeit mit den Schwachen zu zeigen. Schließlich wird von allen gefordert, die Haustür zu öffnen, damit niemand gezwungen ist, sein Leben zu riskieren, um in das Haus zu gelangen.

Ich denke, Sie haben die Parallelität zur Situation der Migranten verstanden. Die Hauswand ist das Mittelmeer, das Hochhaus das europäische Staatsgebiet. Nur würde der Angriff der Obdachlosen auf die Wohnungen in unserem Hochhaus sofort durch die Polizei unterbunden. Die Obdachlosen würden wegen Hausfriedensbruch und Sachbeschädigung bestraft. Der Angriff der Migranten auf das europäische Staatsgebiet bleibt dagegen folgenlos. Das liegt daran, daß die Unversehrtheit der Wohnung (in Deutschland) durch das Grundgesetz geschützt ist. Die Unversehrtheit des Staatsgebiets ist es aber nicht, weil es hier die Möglichkeit gibt, Asyl zu beantragen. Das Recht auf Asyl hat ebenfalls Verfassungsrang und kann ausgenutzt werden. Und genau das geschieht jeden Tag. Die meisten der Asylbewerber sind keine hilfsbedürftigen Flüchtlingsfamilien, sondern abenteuerlustige junge Männer, die in Europa Fuß fassen wollen. Sie wissen, es erfolgt, wenn sie deutschen Boden betreten haben, eine langwierige Prüfung durch das BAMF, die meistens zwar damit endet, daß sie keinen berechtigten Anspruch auf Asyl haben. Die Ablehnung kann aber anschließend vor den Verwaltungsgerichten durch drei Instanzen angefochten werden und das tun die Migranten auch. Das Ergebnis ist, daß sie nach jahrelangem Prozessieren bei negativem Urteil am Ende trotzdem nicht abgeschoben werden, sondern als "Geduldete" in Deutschland bleiben. Wer das sechs Jahre lang durchhält, bekommt ein Bleiberecht.

Hier haben wir also ein geradezu klassisches Beispiel für eine Situation, wo durch idealistisches Handeln unlösbare Schwierigkeiten entstehen. Das Asylrecht hat idealistischen Charakter und ist ein Gewinn für die Menschlichkeit im zwischenstaatlichen Bereich. Es müßte aber jedem Einsichtigen klar sein, daß es nicht dazu gemacht wurde, um einer Massenmigration die Tür zu öffnen. Und es dürfte ebenfalls klar sein, daß man Leute nicht ins Land läßt, die man anschließend nicht mehr abschieben kann. Die Rechtslage müßte also dringend geändert werden. Aber genau das geschieht nicht, weil die Politik sich weigert, pragmatisch zu handeln.

Dafür gibt es verschiedene Gründe: Die europäischen Staaten haben ein schlechtes Gewissen auf Grund ihrer kolonialen Vergangenheit, aber auch wegen der ausbeuterischen Handelsbeziehungen und der kolonialen Kriege in der Gegenwart. Deutschland hat zusätzlich ein besonderes Problem auf Grund seiner millionenfachen Judenmorde im Faschismus. Es hat eine gewisse Logik, daß auf diesem Hintergrund die europäischen Staaten bemüht sind, sich als die Guten zu zeigen, damit die eigenen Schandtaten überdeckt werden. Europa betont also die Demokratie, die Menschenrechte und die Rechtsstaatlichkeit. Und diese Werte lassen es nicht zu, Migranten einfach abzuweisen, obwohl jeder weiß, daß die allermeisten gar keine Flüchtlinge sind. Deutschland hat sich mit der von Angela Merkel ausgelösten "Willkommenskultur" seit 2015 in einen moralischen Tugendwahn geradezu verrannt. Ein kroatischer Schriftsteller hat Europa einmal ein Monster genannt, das Mozart spielt. Etwas abgewandelt könnte man sagen: Europa ist ein Monster, das die Menschenrechte hochhält. Die Verabsolutierung der Menschenrechte, verkörpert im Asylrecht und in der Genfer Flüchtlingskonvention, macht Europa und vor allem Deutschland unfähig, sich gegen eine neue Völkerwanderung zu wehren.

(vgl. das Schaubild Zuwanderung)

Die Kirchen müßten eigentlich diejenigen sein, die den Zustand der Welt besonders realistisch einschätzen können. Sie vertreten die Lehre von der Erbsünde und diese ist schließlich nach ihrer Theologie die Grundlage für die Erlösungsbedürftigkeit der Welt. Nach kirchlicher Lehre ist die Welt also grundlegend nicht in Ordnung. Menschen und Institutionen sind bis in die Fundamente hinein vom Bösen gezeichnet. Die Kirchen müßten also an vorderster Front der Irrlehre widerstehen, man könne diese Welt in Ordnung bringen, indem man einfach nach irgendwelchen Idealen handelt. Theodor Adorna hat einmal gesagt: "Es gibt kein richtiges Leben im falschen!" Abgewandelt auf unser Problem heißt das: "Es kann kein rein idealistisches Handeln in einer verdorbenen Welt geben!" Es sei denn, man hätte die Absicht, sich selbst aufopfern zu wollen. Die Selbstzerstörung ohne die Verhältnisse damit zu bessern - ganz im Gegenteil -  kann aber niemals die Aufgabe eines Staates bzw. von gewählten Politikern sein.

(vgl. meinen Artikel Gesinnungsethik und Verantwortungsethik)

Aber die Kirchen haben gerade in der jüngeren Geschichte so viel Schuld auf sich geladen (z.B. durch den sexuellen Mißbrauch von Minderjährigen), daß sie es nicht mehr wagen, für ein pragmatisches Handeln bei der Massenmigration ihre Stimme zu erheben. Die Mißstände in ihrer Institution haben sie mundtot gemacht oder - schlimmer noch - sie unterstützen (aus schlechtem Gewissen) eine aggressive idealistische Position in der Politik. Nach dem christlichen Menschenbild müßten gerade sie an vorderster Front vor einem naiven Gutmenschentum warnen, wie sie es ja auch getan haben, als die sozialistischen Staaten des Ostblocks das Paradies auf Erden zu bauen versuchten. Statt dessen klammern sie sich heute bis in höchste Stellen hinein an ein verabsolutiertes Ideal, etwa indem gesagt wird, daß "man Staatsgrenzen nicht vergötzen solle" und "das Wichtigste in der Migrantenfrage die Humanität" sei. Natürlich ist Humanität sehr wichtig, aber eben nicht allein. Die Belastbarkeit der aufnehmenden Länder ist auch wichtig und die Sicherheit der einheimischen Bevölkerung muß ebenfalls berücksichtigt werden. Es hilft niemandem wirklich, wenn zuerst aus Humanität eine Völkerwanderung nach Europa zugelassen wird und anschließend in Europa Mord und Totschlag herrschen.

(vgl. das Schaubild Verantwortungsethik)

Ein weiterer Grund für die Tatenlosigkeit der Politiker ist die Ideologie der Weltoffenheit und Toleranz. Sie hat sich in Folge der kulturellen Revolution der 68er in Europa verbreitet. Die 68er waren Antiautoritäre, weil sie mit dem Terror der Hitlerzeit, aber auch mit dem stalinistischen Terror nichts zu tun haben wollten. Sie waren Antifaschisten aber auch Antistalinisten, und sie waren gegen die Restauration der Adenauerzeit. Dieser an sich vernünftige (links-liberale) Ansatz der Neulinken (damals APO = Außerparlamentarische Opposition) wurde aber im Laufe der Zeit immer mehr übertrieben und führte schließlich in der gesamten Gesellschaft zu einer Grenzenlosigkeit im zwischenmenschlichen Verhalten. Es wurden die Grenzen einer sexuellen Moral niedergerissen, es wurde die Notwendigkeit von Autorität und Anstand in der Erziehung geleugnet, es wurde die grundlegende Polarität der Geschlechter bestritten (Ehe für alle) und es wurde schließlich auch die Berechtigung von Staatsgrenzen abgelehnt (No border – no nation). Und das alles im Namen von Toleranz und Weltoffenheit.

Bei uns zu Hause gab es den Spruch: "Zu viel Offenheit ergibt Durchzug!" Das heißt, die Übertreibung der zwischenmenschlichen Liberalität bringt die Verhältnisse durcheinander. Man kann sich auf nichts mehr verlassen. Ein ehemaliger Schulkollege sagte mir einmal empört: "Mit jedem Schüler mußt du heute die Geschäftsbedingungen persönlich aushandeln!" Genau das ist das Problem und bei den illegalen Migranten zeigt es sich überdeutlich. Sie tanzen uns auf der Nase herum und unsere Politiker wollen uns beruhigen, indem sie versprechen, wie Angela Merkel gesagt hat, daß alle integriert werden und aus "Illegalen" dann "Legale" werden. Das ist ein geradezu verrücktes Projekt! Nein, Frau Merkel, wir werden sie keineswegs integrieren, sondern wir holen uns ständig weitere Minderheiten ins Land, die unter sich bleiben werden und in unseren Städten ganze Viertel beherrschen.

(siehe das Video Die Integrationslüge)

Man muß bei den 68ern auch sehen, daß sie zwei Gesichter hatten: Einerseits traten sie sehr gesellschaftskritisch für soziale Gerechtigkeit ein, gegen Ausbeutung, Unterdrückung und Manipulation, und andererseits waren sie orientierungs- und haltlos im zwischenmenschlichen Bereich. Damit zeigten sie sich als Kinder eines neuerwachten liberalistischen Bewußtseins, das sich sowohl nach Rechts als auch nach Links auswirken kann. Gegenüber einer rechts-liberalen Entwicklung in Wirtschaft und Gesellschaft (Neoliberalismus) wurden sie zu unversöhnlichen Gegnern, im links-liberalen Bereich von Kultur und Bildung traten sie sehr erfolgreich den Marsch durch die Institutionen an. Es zeigten sich hier die beiden Übertreibungen, die die Normalität (Saturn) zerstören können: einmal ein autoritärer Leistungsdruck (Saturn + Uranus), zum anderen zu viel Verständnis und zu weitgehende Erlaubnisse (Saturn + Neptun). Es ist in der Gesellschaft wie in der Erziehung: zu viel Strenge schadet, aber zu viel Entgegenkommen schadet ebenfalls. In beiden Fällen fehlt die gesunde Mitte.

(siehe das Schaubild Stabilität der Gesellschaft)

Bei den Linken, Grünen und SPD zeigt sich demnach die Problematik einer Neptun-Uranus-Spannung in Verbindung mit dem Saturn-Prinzip, wie sie die Gesellschaften seit der Neptun-Uranus-Konjunktion im Steinbock (25.10.1993 um 7.00 Uhr GMT) prägt und in die auch die Jungfrau-Energie (Chiron) mit einem Anderthalbquadrat eingebunden ist (siehe auch das Das Horoskop der Deutschen Einheit von 1990 mit der Stellung von Uranus, Neptun und Saturn im Steinbock-Zeichen). Man kann aus einer idealistischen Überzeugung (Neptun + Chiron) gegen eine sich etablierende aggressive wirtschaftliche Entwicklung rebellisch (Uranus + Saturn) kämpfen. Das tun Linke und Grüne, indem sie sich gegen den Neoliberalismus (Linke) und die Zerstörung der Umwelt (Grüne) positionieren. Man kann aber auch für einen weltoffenen solidarischen Traum (Neptun) in der Gesellschaft mit großer Konsequenz und Härte (Uranus + Saturn) gegen alle jene zu Felde ziehen, die an diesen Traum nicht glauben. Das tun Linke, Grüne und die SPD ebenfalls. Die erbitterten Auseinandersetzungen im Deutschen Bundestag zwischen Linken, Grünen, SPD und AfD machen diesen Konflikt deutlich sichtbar. Die Positionen in der Migrantenpolitik (No border - no nation), in der Geschlechterfrage (Gender-Mainstream) und in der Familienpolitik (Ehe für alle) sind hierfür Beispiele.

Im Grunde verbinden sich in unserer westlichen Gesellschaft ein rücksichtsloser wirtschaftlicherr Leistungsdruck auf die Unterschichten mit einer hedonistischen Dekadenz bei den weltoffenen Eliten (für beides steht eine übertriebene Wassermann-Energie mit entsprechenden Horoskop-Energien), eine Energie-Mischung, die an den Untergang des römischen Weltreiches denken läßt.

(vgl. meinen Artikel Die Diktatur der Grenzenlosigkeit)

Von einer ehemaligen Schülerin von mir stammt die Aussage: "Ich muß lernen zu unterscheiden, daß es Dinge gibt, für die ich verantwortlich bin, daß es weiter Dinge gibt, für die andere verantwortlich sind und schließlich auch noch Dinge, für die Gott verantwortlich ist." Ich halte das für einen sehr klugen Satz, der aber schwer zu befolgen ist, vor allem in Extremsituationen. Nehmen wir zwei Beispiele: Ein einzelner Spaziergänger am Strand sieht, wie drei Menschen mit den Wellen kämpfen und um Hilfe rufen. Soll er (als Rettungsschwimmer) es wagen, sie zu retten, obwohl er weiß, daß das ohne weitere Helfer unmöglich ist? Die drei werden sich an ihn klammern und er wird mit ihnen zusammen ertrinken. Oder: Ein Haus steht in Flammen und droht jeden Augenblick einzustürzen. Darf der Einsatzleiter seine Leute auffordern, noch einmal ins Haus zu gehen, um ein Kind zu retten, das vermißt wird? Das sind zwei Beispiele, die zeigen sollen, daß wir als Menschen im Leben an Grenzen kommen können, wo einfach nichts zu machen ist.

Allgemein wird gesagt, daß das, was man nicht ändern kann, ertragen werden muß. Dabei denkt man aber eher an persönliche Mißgeschicke, Krankheiten oder Unfälle. Die hier geforderte Haltung ist die der Gelassenheit. Ich muß mich in mein Schicksal fügen. Das ist sicher schwierig und oft erst im Alter zu lernen. Noch schwieriger scheint es aber zu sein, sich nicht einzumischen, ja sogar eine Situation bewußt abzuwehren, die menschlich gesehen nicht in Ordnung gebracht werden kann. Wir können z.B. Kalkutta nicht in Berlin retten. Wir können Afrika auch nicht in Deutschland oder in Europa retten. Wir müßten sonst in den nächsten Jahrzehnten etwa eine halbe Milliarde Menschen bei uns aufnehmen. Das wäre einerseits der Untergang Europas, würde aber andererseits die Probleme Afrikas nicht lösen.

Im Grunde zeigt sich hier die Endlichkeit der menschlichen Existenz. Sie ist letztlich nur zu ertragen, wenn mir der Glaube an die Allmacht und Güte Gottes geschenkt wird, so daß ich überzeugt bin, daß auch das größte Unglück noch einmal von der Gnade Gottes umgriffen ist und der Tod nicht der endgültige Untergang sondern der Übergang in die gerettete Existenz der Ewigkeit ist. Das ist die Botschaft, die die Kirchen vermitteln sollten, um die Menschen davor zu bewahren, sich in ein sinnloses fanatisches Gutmenschentum zu stürzen. Es gibt Dinge, die nur Gott auf seine Art retten kann. Wir Menschen können an vorläufigen Lösungen arbeiten und oft können wir sogar gar nichts tun. Wenn aber die Kirchenoberen heute gerade zu denen gehören, die in absoluter Weise Humanität, Nächstenliebe und Mitmenschlichkeit predigen, um eine Massenmigration zu rechtfertigen, dann beweisen sie damit, daß auch sie zu den Ungläubigen gehören. Eine Massenmigration ist weder die Lösung für Afrika noch für Europa. Sie ist eine sinnlose menschliche Eigenmächtigkeit, die die staatliche Ordnung durcheinander bringt.

Hier soll zum Schluß noch ein kritisches Wort zu den illegalen Migranten gesagt werden. Sie sind keineswegs so unschuldig in ihre Lage gekommen, wie sie es darzustellen versuchen. Journalisten zeigen uns gern die verzweifelte Lage bei der Überfahrt von Afrika nach Europa. Das ist richtig, aber wir müssen doch weiter fragen: Warum setzen sich die Migranten dieser Gefahr aus und versuchen uns damit zu erpressen? Die Antwort wird dann oft lauten: Weil die Verhältnisse in Libyen unerträglich sind. Sie leben dort  in KZ-ähnlichen Lagern, werden ausgeplündert und vergewaltigt. (Zu fragen wäre allerdings, woher die Migranten dann noch das Geld haben, um die Schlepper zu bezahlen.) Des weiteren müßte gefragt werden: Warum haben die Migranten den weiten und gefährlichen Weg auf sich genommen und sind bis nach Libyen gekommen? Die Antwort wäre dann wohl: Weil in ihren Ländern Arbeitslosigkeit, Elend und Bürgerkrieg herrschen. Es gab für sie dort keine Lebensgrundlage. Aber woher kommt genau diese Situation? Fällt die etwa vom Himmel? Und hier wären wir dann wahrscheinlich an der Wurzel der vor allem afrikanischen Misere, die aber auch in etwa für alle muslimischen Länder gilt: Es gibt zu viele Kinder. So hat es jedenfalls der Kriegsforscher Gunnar Heinsohn erklärt. In Afrika hat jede Frau im Durchschnitt sechs Kinder! Für die vielen Jugendlichen gibt es später keine Positionen in ihrer Gesellschaft, und so stehen sie sich gegenseitig im Wege. Es kommt zu Arbeitslosigkeit, zu Streitereien zwischen den einzelnen Ethnien und Volksgruppen und schließlich zu Bürgerkriegen. Die Toten sprechen eine deutliche Sprache: Seit 1960 sind in Afrika ungefähr 16 Millionen Menschen umgekommen.

(vgl. den Vortrag von Gunar Heinsohn "Unwaffnete übernehmen Europa")

Für diese Bevölkerungsexplosion ist der Westen nicht verantwortlich. In einem Interview des DLF wurde ein ehemaliger Kindersoldat aus Sierra Leone befragt, der inzwischen in Deutschland lebt und dessen Traumata durch Musik therapiert werden. Der Moderator fragte nach allem Möglichen aber wahrscheinlich nicht nach dem einzig Wesentlichen: Er hätte den Mann aus Sierra Leone fragen sollen, wie viele Brüder er hat und ob die auch alle im Krieg gekämpft haben oder noch kämpfen. Wahrscheinlich wird es sich so verhalten. Der sogenannte youth bulge (Jugendüberschuß) ist der Kriegsgrund Nr. 1.

Den Afrikanern, die hier bei uns so selbstbewußt Unterstützung einfordern und den Westen für seine Sünden kristisieren, sollte einmal entgegen gehalten werden, daß vielleicht die afrikanische Lebensart selbst die unerträgliche Situation mit erzeugt hat, vor der sie jetzt davonlaufen. Woher kommen die vielen Kinder? Jede Frau ab 16 ist dort erst einmal schwanger. Können sich die afrikanischen Männer sexuell nicht beherrschen oder fehlt ihnen die Disziplin, sich um Empfängnisverhütung zu kümmern? Vielleichtist es so. Hinzu kommt, daß der Islam, dem die meisten Migranten angehören, ohnehin die Vermehrung propagiert, um seine Religion über die ganze Welt zu verbreiten. Islam und afrikanische Lebensart arbeiten hier Hand in Hand. Es scheint bei den Afrikanern ein Lebensgefühl zu geben, das vielleicht beschrieben werden könnte mit "Singen, Tanzen, Kinder machen". Manche Leser werden diese Aussage für "rassistisch" halten. Sie könnte aber eine Erklärung dafür sein, daß Afrika bis 2050 seine Bevölkerung auf über zwei Milliarden verdoppeln wird.

(vgl. den Artikel in der WELT "Afrika wächst zu langsam, um Migration zu stoppen")

Eine Gesellschaft kann auch durch zu viele Kinder zu Grunde gerichtet werden. Wenn aber die muslimische Bevölkerung (vor allem in Afrika) durch ihr Verhalten dafür sorgt, daß die eigene Gesellschaft bevölkerungsmäßig explodiert und anschließend in Bürgerkriegen versinkt, wenn ihre Regierungen korrupt und unfähig sind und nichts dagegen unternehmen bzw. die Vermehrung sogar noch fördern, kann nicht von den europäischen Ländern verlangt werden, daß sie den muslimischen Ländern den Bevölkerungsüberschuß abnehmen. Hier müssen die Europäer lernen, "Nein" zu sagen. Wir sind für vieles verantwortlich, für ungerechte Handelsbeziehungen (Freihandel), für die Ausbeutung von Rohstoffen, für die Zusammenarbeit mit den korrupten Eliten in Afrika, für Waffenlieferungen in Kriegsgebiete usw. und wir sollten hier unser Verhalten möglichst sofort ändern. Wir sollten aber ebenso energisch unsere Grenzen gegen eine Völkerwanderung verteidigen. Wenn es sein muß, mit Armee und Flotte. Die Überbevölkerung der muslimischen Länder wird nicht durch die Europäer verursacht! Vielleicht schaffen die Europäer die Selbstverteidigung aber erst, wenn sie ihr eigenes Unrecht beseitigt haben. Beides hängt wahrscheinlich zusammen!

Rolf Freitag, Schule für Psychologische Astrologie in Heiligenhaus, 2018

Vervielfältigungen mit Angabe des Verfassers gestattet

Auf den Nachdenkseiten ist durch den Artikel von Jens Berger "Brennpunkt Afrika" eine Debatte angestoßen worden, die lesenswert ist. Ich bin allerdings nicht der Ansicht, daß "schon aus humanitären Gründen sich jegliche Debatte über Geburts- und Sterblichkeitsraten verbietet", wie Jens Berger schreibt. Auch diese Debatte muß geführt werden. Und es muß auch möglich sein, über eine problematische afrikanische Mentalität nachzudenken, die dort vielleicht die notwendige wirtschaftliche Entwicklung behindert, ohne gleich als "Rassist" beschimpft zu werden.

 

Impressum | Haftungsausschluß | Datenschutz

© 2018 Rolf Freitag. Alle Rechte vorbehalten.