Das Horoskop von Vladimir Putin

Leidenschaft für Recht und Ordnung und für Russlands Größe

Das Horoskop von Vladimir Putin will ich zunächst am Beispiel von Herrscherketten analysieren. Hierzu ein paar Vorbemerkungen:

Viele Astrologen verbinden die Energien eines Horoskops, in dem sie z.B. den Platz, den der Herrscher eines Zeichens im Tierkreis einnimmt, als zusätzliche Bestimmung werten. Steht etwa der Aszendent im Waagezeichen und die Venus (als Herrscherin) im Steinbock, so erklären sie, dass der Aszendent eine Steinbock-Färbung bekommt, was etwa dahingehend interpretiert werden kann, dass der Horoskopeigner (HE) nicht nur freundlich und charmant auf die Menschen zugehen kann (Waage-AC), sondern dabei auch die Etikette und Tradition (Steinbock) beachtet. Es wäre also demzufolge ein sehr diplomatischer Aszendent.

Das gleiche Prinzip lässt sich natürlich für die Häuser anwenden. Befindet sich in unserem Beispiel die Venus im 6. Haus, so hieße die Formel: Herrscher von 1 in 6. In diesem Fall bekäme der Aszendent zusätzlich eine Jungfrau-Färbung, also eine Verbindung mit den Energien von Überlegung und Vernunft. Ich halte ein solches Verfahren bei der Interpretation eines Horoskops für richtig, meine aber, dass man die Methode noch ausbauen kann.

Meine Methode ist folgende: Wenn man das Prinzip der Herrscherverbindungen fortsetzt, und zwar für jeden Planeten und jedes Haus, dann entstehen ganze Ketten (oft auch als Dispositoren-Ketten bezeichnet), die aber am Ende zu sich immer wiederholenden gleichen Verbindungen von etwa ein bis vier Energien führen. Diese Energien halte ich für die Dreh- und Angelpunkte des ganzen Horoskops. Wenn man sie interpretiert, dann bekommt man einen aussagekräftigen Einblick in die Energiesituation des HE.

Im folgenden will ich meine Vorgehensweise am Beispiel des Horoskops von Vladimir Putin erklären. Ich muß aber zunächst noch auf ein paar Veränderungen aufmerksam machen: Für die Bildung der Herrscherketten wird das sogenannte Astrologische Alphabet verwendet, in dem die Planeten Merkur und Venus eine doppelte Bedeutung haben, nämlich Merkur für die Zeichen Zwillinge und Jungfrau und Venus für die Zeichen Waage und Stier. Diese Einteilung halte ich für falsch. Ich meine, dass in der Psychologischen Astrologie jede Grundenergie nur durch einen Planeten (Herrscher) vertreten sein sollte und arbeite deshalb mit Chiron als Entsprechung für die Jungfrau-Energie und mit Ceres als Entsprechung für die Stier-Energie. Auf diese Weise wird das für die Astrologie typische 12-er System auch auf der Planetenebene etabliert.

Und eine zweite Veränderung muss erklärt werden: Für mich bilden alle Energien im Tierkreis und im Häuserkreis fließende Übergänge. Weder tritt ein Planet bei 0° eines Zeichens ruckartig in dieses Zeichen ein, noch springt ein Planet etwa 5-6° vor einer Häuserspitze in das nächste Haus. Der Tierkreis wird durch eine gleichmäßige Yang-Yin-Schwingung konstituiert, beginnend mit der Widder-Energie (Yang) und endend mit der Fische-Energie (Yin). Die Stellung von 0° in einem Zeichen bedeutet für einen Planeten folglich, dass er 50% Energieanteile von beiden benachbarten Zeichen besitzt. Das gleiche gilt dann für eine Planetenstellung zwischen zwei Häuserspitzen. Für eine Anwendung des Astrologischen Alphabets haben solche Grenzstellungen die Konsequenz, dass hier von einer doppelten Entsprechung innerhalb der Herrscherkette ausgegangen werden muß.

Beispiele:
Merkur 0° Fische bedeutet, es muß der Herrscher von Wassermann (Uranus) und von Fische (Neptun) genommen werden. Merkur in der Mitte des 10. Hauses bedeutet, es muß der Herrscher des 10. Hauses (Saturn) und des 11. Hauses (Uranus) genommen werden. (In beiden Fällen berücksichtige ich Toleranzen bis zu 5°)

Das Horoskop von Vladimir Putin

geb. am 7. Oktober 1952 um 9.30 Uhr in St. Petersburg, Russland

 

1. Planeten in den Zeichen

Sonne in Waage - Venus im Skorpion - Pluto im Löwen - Sonne in Waage
(Hiermit wiederholt sich die Kette. Der letzte zu berücksichtigende Planet ist also Pluto)
Mond in den Zwillingen - Merkur in Waage - Venus im Skorpion - Pluto im Löwen - Sonne in Waage
(Hier haben wir es mit einer Grenzstellung zu tun. Ich habe aber aus praktischen Gründen den Stier-Anteil des Mondes (etwa 40%) nicht berücksichtigt, weil er für das Ende der Herrscherkette keinen Unterschied macht.)
Merkur in Waage - Venus im Skorpion - Pluto im Löwen - Sonne in Waage
Venus im Skorpion - Pluto im Löwen - Sonne in Waage
Mars im Schützen - Jupiter im Stier - Ceres in den Zwillingen - Merkur in Waage -Venus im Skorpion - Pluto im Löwen - Sonne in Waage
Ceres in den Zwillingen - Merkur in Waage - Venus im Skorpion - Pluto im Löwen - Sonne in Waage
Jupiter im Stier - Ceres in den Zwillingen - Merkur in Waage usw.
Saturn in Waage - Venus im Skorpion usw.
Chiron im Steinbock - Saturn in Waage, Venus im Skorpion usw.
Uranus im Krebs - Mond in den Zwillingen - Merkur in Waage usw.
Neptun in Waage - Venus im Skorpion usw.
Pluto im Löwen - Sonne in Waage - Venus im Skorpion

Wir erhalten bei allen Herrscherketten schlussendlich die Energieverbindung: Sonne - Venus – Pluto. Das ist also hier der Dreh- und Angelpunkt des Horokops. Es spielt dabei keine Rolle, in welcher Reihenfolge diese drei Planeten miteinander verbunden sind. Es sei aber darauf hingewiesen, dass das Ergebnis nicht immer so eindeutig ist wie in diesem Fall. Oft sind es zwei typische Energieverbindungen, die dann auch jeweils für sich gedeutet werden müssen. Wie kann nun die Energieverbindung von Sonne, Venus und Pluto interpretiert werden? Ich schlage vor: ein leidenschaftlicher (Pluto) politischer (Venus) Wille (Sonne), was natürlich auch als ein extremer (Pluto) politischer (Venus) Führungsanspruch (Sonne) gedeutet werden kann, und das wäre ganz zweifelsfrei eine sehr zutreffende Charakterisierung des russischen Präsidenten.

2. Planeten in den Häusern

Sonne in 12 - Neptun in 12 (die Kette muß hier enden)
Mond in 8 - Pluto in 10 - Saturn in 12 - Neptun in 12
Merkur in 12 - Neptun in 12
Venus in 1 - Mars in 3 - Merkur in 12 - Neptun in 12
Mars in 2 - Merkur in 12 - Neptun in 12
Ceres in 9 - Jupiter in 8 (befindet sich bereits jenseits der Häusermitte) - Pluto in 10 - Saturn in 12 - Neptun in 12
Jupiter in 8 - Pluto in 10 - Saturn in 12 usw.
Saturn in 12 - Neptun in 12
Chiron in 3 - Merkur in 12 - Neptun in 12
Uranus in 9 - Jupiter in 8 - Pluto in 10 - Saturn in 12 usw.
Neptun in 12
Pluto in 10 - Saturn in 12 - Neptun in 12

Der Dreh- und Angelpunkt dieser Häuserkette ist also Neptun. Gerade weil alle Ketten der Planeten schlußendlich im 12. Haus enden, muß dieses Ergebnis sehr ernst genommen werden. Putin ist ein Politiker, der sensibel und verletzlich ist. Er scheint aber auch ein zurückhaltender Mensch zu sein, der im besonderen Maße mit einer hohen Intuition ausgestattet ist.

3. Verbindung der Häuserspitzen

Diese Ketten gehen von der Tatsache aus, dass die Häuser mehrere Zeichen umspannen. Der Herrscher eines Hauses wird nun nicht nur nach seinem Grundcharakter festgelegt (z.B. Haus 1 = Mars), sondern nach Ansicht vieler Astrologen auch durch den Herrscher des Zeichens, in dem sich die Häuserspitze befindet. Akzeptiert man diese Regel, dann lassen sich die Häuser zusätzlich über ihre Spitzen miteinander verbinden:

Häuserspitze 1 (AC) im Skorpion - Pluto in 10 / Häuserspitze im Löwen - Sonne in 12 / Häuserspitze in Waage - Venus in 1 (hier endet die Kette)
Häuserspitze 2 im Skorpion - Pluto in 10 / Häuserspitze im Löwen usw.
Häuserspitze 3 im Schützen - Jupiter in 8 / Häuserspitze im Stier - Ceres in 9 / Häuserspitze in den Zwillingen - Merkur in 12 - Häuserspitze in Waage - Venus in 1 / Häuserspitze im Skorpion - Pluto in 10 / Häuserspitze im Löwen usw.
Häuserspitze 4 (IC) in Wassermann - Uranus in 9 / Häuserspitze in den Zwillingen - Merkur in 12 / Häuserspitze in Waage - Venus in 1 / Häuserspitze in Skorpion usw.
Häuserspitze 5 in den Fischen - Neptun in 12 / Häuserspitze in Waage usw.
Häuserspitze 6 im Widder - Mars in 3 / Häuserspitze im Schützen - Jupiter in 8 / Häuserspitze im Stier - Ceres in 9 / Häuserspitze in den Zwillingen usw.
Häuserspitze 7 (DC) im Stier - Ceres in 9 / Häuserspitze in den Zwillingen usw.
Häuserspitze 8 im Stier usw.
Häuserspitze 9 in den Zwillingen usw.
Häuserspitze 10 (MC) im Löwen usw.
Häuserspitze 11 in Jungfrau - Chiron in 3 / Häuserspitze im Schützen - Jupiter in 8 / Häuserspitze im Stier - Ceres in 9 / Häuserspitze in den Zwillingen usw.
Häuserspitze 12 in der Waage - Venus in 1 / Häuserspitze im Skorpion - Pluto in 10 / Häuserspitze im Löwen

Wie Sie sehen, kann man sich die Arbeit etwas abkürzen, denn die Verbindungen wiederholen sich. Hier kommen wir am Ende auf eine typische Kombination von Haus 1 - Haus 10 - Haus 12, die sich in allen Ketten durchhält. Das wiederum spricht für eine große Konzentration der betreffenden Energien im Horoskop von Putin. Wie sieht nun in diesem Fall die Interpretation aus? Ich deute die gefundene Energiekombination einmal nach den Häuserspitzen, zum anderen aber auch nach dem Grundcharakter der Häuser, entsprechend dem Astrologischen Alphabet.

Nach den Häuserspitzen ergibt sich:

Häuserspitze 1 im Skorpion = Pluto
Häuserspitze 10 im Löwen = Sonne
Häuserspitze 12 in Waage = Venus

Hier haben wir dieselbe Energieverbindung wie bei den Planetenketten der Zeichen, was das gefundene Ergebnis noch einmal deutlich unterstreicht.

Nach dem Grundcharakter der Häuser ergibt sich:

Haus 1 = Mars
Haus 10 = Saturn
Haus 12 = Neptun

Die Energieverbindung von Mars, Saturn und Neptun kennzeichnet Putin als undurchschaubaren (Neptun) Staatsmann (Saturn), der die Fähigkeit zu hartem und einsamem (Neptun/Saturn) Kampf (Mars) besitzt. Der Tschetschenien-Konflikt hat diese Eigenschaften vielleicht besonders sichtbar werden lassen.

Damit haben wir das Ergebnis festgestellt, das mit den drei Herrscherketten erreichbar ist. Wir dürfen nun allerdings nicht glauben, dass damit das Horoskop schon ausreichend interpretiert wurde. Die Herrscherketten geben nur einen ersten Eindruck von wichtigen Eigenschaften des HE und helfen damit vor allem dem Anfänger, das Horoskop zu strukturieren. Es gibt jedoch noch andere Deutungsfaktoren, die bisher gar nicht erwähnt wurden, z.B. die Mondknotenachse (Sonne + Mond) und die sensitiven Punkte Lilith (Mond + Uranus + Pluto) und Priapus (Mond + Neptun, + Pluto).

Die wichtigsten Deutungshilfen sind aber die Aspekte, denn sie bringen den Energiefluß am klarsten zum Ausdruck.

Der geübte Astrologe sieht z.B. mit einem Blick, dass die Konstellation von Lilith neben Pluto am absteigenden Mondknoten im Löwen und am MC (noch dazu im genauen Aspekt zu Saturn und Uranus) einen großen Ehrgeiz und einen extremen Hang zu Pflichterfüllung und Disziplin bezeugt. Negativ ausgedrückt kennzeichnen diese Konstellationen Putin als typischen Machtmenschen, dem man besser nicht in die Quere kommt.

Das Stellium von Sonne, Saturn, Neptun und Merkur in Waage und Haus 12 (im Quadrat zu Uranus und Sextil zur Lilith) erklärt andererseits Putins Talent, die politischen Fäden im Verborgenen zu ziehen aber noch viel mehr seinen politischen Instinkt, von dem er selbst sehr überzeugt ist (Merkur Konjunktion Neptun in 12). Auch der Quinkunx zwischen Sonne in Waage und Priapus in Fische sowie das Trigon zwischen Venus (Politik) und Priapus bestätigen diese Begabung.

In Verbindung mit dem Mond in Haus 8 wirkt sich die Konjunktion zwischen Saturn und Neptun in Haus 12 dahingehend aus, daß Putin das Gefühl der Einsamkeit nicht fremd ist. In dieser Verlorenheit, die man ihm manchmal geradezu ansieht, findet er Halt in dem leidenschaftlichen Bedürfnis, in dem ihm übertragenen Amt seine Pflicht zu erfüllen.

Putin ist an die Macht gekommen, als Russland praktisch am Boden lag und die staatliche Infrastruktur vollkommen zerstört war. Als gelerntem Jurist war ihm die Herrschaft der Oligarchen und die damit verbundene allgegenwärtige Gesetzlosigkeit der 90-er Jahre zutiefst zuwider, und es war wohl von Anfang an sein dringendstes Anliegen, Russland zu Recht und Ordnung zurückzuführen (Pluto und Lilith am MC in Löwe). Sowohl der Skorpion-AC als auch Pluto und Lilith am MC machen deutlich, daß er sich dabei mit großer Härte und mit einer fanatischen Verbissenheit ans Werk gemacht hat, die andererseits aber auch zum Problem werden kann. Putin wirkt in seiner arbeitswütigen Disziplin wie aus der Zeit gefallen: ein Preuße, der sich nach Russland verirrt hat.

Er ist dabei ein zurückhaltender Mensch geblieben (Sonne in Haus 12), der schon äußerlich eine geradezu pedantische Sachlichkeit und Korrektheit ausstrahlt (Chiron im Steinbock mit Anderthalbquadrat zu Pluto am MC). Es ist ihm auch ein selbstverständliches Anliegen, seine Familie aus den Schlagzeilen der Medien herauszuhalten.

Putin: „Die Bürger wählen einen konkreten Menschen, damit er eine konkrete Arbeit tut und bestimmte Ergebnisse zeigt. Ich denke, das ist das Wichtigste in der gegenwärtigen Welt.“
nach Bild.de vom 6.3.2012

Neben der Arbeit findet er vor allem Zeit für den Sport (Eishockey, Skifahren, Judo), den er von Jungend an intensiv betrieben hat und auch noch jetzt im Alter von über 60 Jahren mit erstaunlicher Fitness ausübt (Saturn in Verbindung mit Uranus und Lilith, dazu Skorpion-AC und Mars in Schütze). Der Sport bietet ihm auch die Gelegenheit zur Geselligkeit mit Freunden (Mars Halbquadrat zu Venus im Skorpion), während er in der Politik eher der einsame Mann an der Spitze ist.

Das Quadrat von Jupiter im Stier und Haus 8 zur Mondknotenachse und den bereits erwähnten Stellungen am MC in Verbindung mit dem Mond Spitze 8 (zusätzlich mit Halbquadrat zu Uranus im Krebs und Haus 9 und Anderthalbquadrat zu Saturn) machen deutlich, dass er "Mütterchen Russland" zu neuer Größe (Stier) und Macht (Stellungen am MC) führen will. Dafür spricht z.B. auch die Verstaatlichung der Energiepolitik und die Benutzung der großen russischen Energiereserven als politische Waffe.

Am deutlichsten zeigt sich Putins Bestreben, eine Weltmachtrolle für Russland zurück zu gewinnen, an der Drachenfigur zwischen aufsteigendem Mondknoten, Ceres und den Waage- und Löwe-Energien. Eine Drachenfigur stellt für den HE immer eine selbstverständliche Grundorientierung da. Wir können davon ausgehen, daß Putin seine ganze Kraft diesem Ziel verschrieben hat.

Andererseits zeigt gerade die geschlossene Aspektfigur von Mondknotenachse an der MC-IC-Achse mit Trigon zu der Saturn-Neptun-Konjunktion im Haus 12, die auch noch durch einen Anderthalbquadrat-Aspekt mit dem Mond in Haus 8 verbunden ist, eine starke depressive Veranlagung des russischen Präsidenten. Mit einer solchen Konstellation kann Putin unter Umständen sehr intuitiv in der Politik (Waage) handeln. Es ist auch eine Stellung, die ihn zu einer Projektionsfläche für Beliebtheit (Neptun in Waage) machen kann. Sie dürfte aber trotzdem seinem Schattenbereich zugerechnet werden müssen, denn Putin macht durchaus den Eindruck, daß er Schwäche mit einer gewissen machohaften Männlichkeit (Lilith im Löwen am MC mit 75°-Aspekt zum Skorpion-AC) zu überdecken versucht. 

Im Horoskop von Putin verbinden sich ein extrem harter Führungsstil (Stellungen am MC und absteigenden Mondknoten im Löwen) mit großem diplomatischen Geschick (Stellungen in der Waage im Haus 12) und staatsmännischer Klugheit (Chiron im Steinbock mit Anderthalbquadrat zu Lilith). Hinzu kommt ein unbedingter Wille (Pluto und Lilith am MC im Löwen), seinem Land Russland zu dienen (Mondknotenachse an der IC-MC-Achse). Ich kenne kein Horoskop eines Staatsmannes der westlichen Welt, das diese Energien in einer derart ausgeprägten Form enthält.

Die Kehrseite der Stellungen am MC ist ein Charakter von geradezu zwangshafter Sturheit und in Verbindung mit Chiron (Jungfrau) von Prinzipienreiterei. Da Priapus in Fische Spitze Haus 5 für einen empfindlichen Stolz steht, kann man sich vielleicht vorstellen, was für ein schwieriger Gesprächspartner Putin ist, wenn er sich seiner Ansicht nach zu Unrecht an die Wand gedrückt fühlt.

Sicher ist, dass Putin nicht an demokratischen Verhältnissen im Sinne des Westens interessiert ist, sondern eher eine gemäßigte Diktatur ("gelenkte Demokratie") praktiziert. Er sieht geradezu seine Berufung darin, in Russland für Gesetzmäßigkeit und Sicherheit zu sorgen, und er geht dabei pragmatisch-kompromißlos vor. Im Westen ist es inzwischen Mode geworden, Putin für seinen autoritären Regierungsstil zu kritisieren, aber es spricht viel dafür, daß nur ein Politiker mit diesen Eigenschaften Russland zur Zeit erfolgreich regieren kann.

Gerade der preußische Zuschnitt des Charakters von Putin kann aber in absehbarer Zeit zum Problem werden. Der Aufstieg Russlands hat vor allem in den großen Städten zur Bildung eines Bürgertums geführt, das nach westlichen Freiheiten verlangt, das Leben genießen will und weniger an Disziplin und Pflichterfüllung orientiert ist. Die von Putin geschaffene Sicherheit wird dabei als selbstverständlich vorausgesetzt.

Es kann also die Zeit kommen, wo die eigene Prinzipienfestigkeit Putin politisch im Wege steht. Er wird mehr und mehr in die Kritik geraten und dabei mit dem schwierigsten Thema seines Horoskops konfrontiert werden: dem Loslassen. Die Angst (um Russland), die durch den Quinkunx-Aspekt zwischen Priapus und Lilith symbolisiert wird, dürfte ihn immer wieder in Versuchung führen, auf Disziplin, Konsequenz, Pflichterfüllung und Härte (auch gegen sich selbst) zu setzen, und sie wird ihn unvermeidlich in eine zunehmende Vereinsamung führen. Am Ende wird alles darauf ankommen, ob es ihm gelingt, diese Angst durch Vertrauen (Jupiter mit Quinkunx zu Neptun in Haus 12) zu besiegen und durch Gelassenheit (Sonne, Saturn, Neptun in Haus 12) auf eine normale Sorge zu reduzieren.

An der Gelassenheit wird sich entscheiden, ob Putin die nächsten fünf Jahre und eventuell bis 2024 Russland regieren kann. Das hängt aber auch davon ab, ob der Westen die berechtigten Sicherheitsinteressen Russlands angemessen berücksichtigt.

Rolf Freitag, Schule für Psychologische Astrologie in Heiligenhaus, 2014

Vervielfältigungen mit Angabe des Verfassers gestattet

Eine meiner Ansicht nach recht informative Darstellung der Persönlichkeit von Vladimir Putin findet man auf youtube: Ich Putin - ein Portrait

Nachtrag Juli 2014

Inzwischen hat sich der Streit um die Ukraine dramatisch zugespitzt. Der Präsident Janukowitsch wurde gestürzt, und in Kiew hat sich eine Übergangsregierung etabliert, die prowestlich orientiert ist. In ihr haben auch radikale nationalistische Kräfte Ministerposten erhalten.

In dieser Situation hat sich Putin entschlossen, die Krim, die seit 1954 auf Grund einer Schenkung von Chrustschow zur Ukraine gehört, aber einen Sonderstatus besitzt, der Russischen Föderation anzugliedern. Vom Westen wird dieser Akt als Bruch des Völkerrechts kritisiert und mit Sanktionen beantwortet.

Ich gehöre nicht zu denjenigen, die die Welt in Schwarz und Weiß einteilen. Die selbstgefällige Rechthaberei des Westens, der sich als Hüter des Völkerrechts und der Freiheit aufspielt und Putin als den Bösen in die Ecke zu stellen versucht, geht mir gegen den Strich. Nach meiner Lebenserfahrung sind in einem Konflikt immer beide Seiten beteiligt und einseitige Schuldzuweisungen stimmen nie. Putin hat nicht allein das Völkerrecht gebrochen, die USA mit der sogenannten Koalition der Willigen haben das Völkerrecht im Kosowo-Konflikt und vor allem im Irak-Krieg zuvor mißachtet. Putin hat mit dem Westen noch ein paar Rechnungen offen.

Wer sich für die historischen Zusammenhänge interessiert, den verweise ich auf die Rede von Gregor Gysi im Bundestag. Ich halte sie für ziemlich ausgewogen.

Vielleicht ist aber mit der Abtrennung der Krim noch gar nicht das letzte Wort im Drama um die Ukraine gesprochen worden. Vielleicht greifen die Sezessionsbestrebungen auch auf den Osten der Ukraine über, und vielleicht hat Putin vor, dem Westen, der sich so selbstherrlich auf dem Majdan eingemischt hat, hier seine eigene Melodie vorzuspielen. Putin ist ein Machtmensch, der weitgesteckte Ziele verfolgt, was die Bedeutung der Russischen Föderation als aufstrebende Weltmacht anbelangt. Sein erklärtes Ziel ist es, die ständige Osterweiterung der westlichen Einflußzone zu stoppen. Er hat sich ganz offen gegen eine monopolare Welt unter der Hegemonie der USA ausgesprochen und wird deshalb alles daran setzen, den Anschluß der Ukraine an die EU und letztendlich an die NATO zu hintertreiben. Menschen und ihre Schicksale spielen in einem solchen Szenario immer eine untergeordnete Rolle.

Putins Verhalten wird vielleicht psychologisch verständlicher, wenn wir versuchen, uns seine Erziehung im Elternhaus vorzustellen. Im oben genannten Video wird berichtet, daß er eine sehr liebevolle Mutter gehabt hat. Der Vater soll eher distanziert und streng gewesen sein. Im Horoskop zeigt das Große Trigon mit dem aufsteigenden Mondknoten am IC im Aspekt zu Ceres (Stier) sehr viel Geborgenheit an und der Mond mit Anderthalbquadrat zu Neptun in Haus 12 eine große mütterliche Fürsorge. Da der Mond sich an der Spitze von Haus 8 (Skorpion) befindet, muß bei Putin von einer ausgeprägten Mutterbindung ausgegangen werden. Der Vater (Saturn) wird dagegen mit Saturn Konjunktion Neptun in Haus 12 und mit Pluto und Lilith am MC eher ambivalent symbolisiert. Wahrscheinlich hatte er auch eine depressive Veranlagung.

Vielleicht ist folgende Interpretation möglich: Es ist nicht ganz undenkbar, daß die Mutter unter dem widersprüchlichen Charakter des Vaters gelitten hat und Putin schon als kleines Kind das emotionale Bedürfnis gepürt hat, seine Mutter zu beschützen. Er macht nach seinem Äußeren durchaus den Eindruck eines "Muttersöhnchens". Beim Erwachsenen findet nun typischerweise für die kindlichen Bedürnisse eine Objektverschiebung statt: Putin als Politiker fühlt sich jetzt leidenschaftlich an sein Volk, an seine Heimat, an "Mütterchen Rußland" (Mond) gebunden. Die Mutterliebe führt bei ihm zu einem ausgeprägten Patriotismus, den er selbst auch ganz offen zur Schau stellt.

Wenn die Liebe zur Mutter das Ziel des politischen Handelns bestimmt, wird die Methode durch die Erfahrung des Vaters geprägt. Der Vater scheint eine widersprüchliche Person gewesen zu sein, einerseits sehr weich und andererseits auch hart. Putin wird also einerseits zurückhaltend und abwartend agieren (Sonne, Merkur, Saturn und Neptun in Waage und Haus 12), was er in der Vergangenheit auch bewiesen hat. Auf der anderen Seite kann er aber umschalten - wahrscheinlich wenn er Gefahr für sein Land wittert - und sogar mit großer Konsequenz und Härte (Pluto und Lilith am MC) und mit Verbissenheit (AC Skorpion) handeln. Sein Grundmuster könnte jedoch immer eine ausgeprägte Nüchternheit und Sachlichkeit sein, weil er mit einem solchen Verhalten bereits als Kind gelernt hat, unberechenbaren Emotionen (seines Vaters) aus dem Weg zu gehen.

Wenn diese Analyse richtig ist, dann wäre Putin nicht der typische Angreifer, sondern eher der verbissene Verteidiger, der sich in die Enge gedrängt fühlt. Die aktuellen politischen Analysen des Westens, auch in den Medien, wären dann grundfalsch, weil sie davon ausgehen, daß Putin im Begriff sei, aggressiv und rücksichtslos ein russisches Großreich zu schaffen und sich selbst als neuen Zaren zu inszenieren.      

Natürlich ist auch ein Politiker, der aus der Defensive heraus agiert, nicht ungefährlich. Er kann aus Angst durchaus über das Ziel hinausschießen. Auf jeden Fall wäre es aber falsch, in dem aktuellen Konflikt um die Ukraine ein Schwarz-Weiß-Denken zu propagieren und sich von den USA treiben zu lassen. Die Europäer sind auf eine wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Russland angewiesen, vor allem im Energie-Sektor, und sie sollten schon allein aus diesem Grund ihre Außenpolitik dahingehend umorientieren, daß sie Russland gleichberechtigt einbeziehen. Der Streit um die Ukraine könnte ein guter Anlaß sein, mit dieser Umorientierung zu beginnen.

Ich empfehle folgenden Artikel in den Blättern für deutsche und internationale Politik:

Die Krim, die bösen Russen und der empörte Westen 

und den Artikel von Werner Rügemer: Jazenjuk - made in USA 

Aufschlußreich ist auch das Interview mit der Politikwissenschaftlerin Mária Huber über den Einfluß der USA in der Ukraine.

Nachtrag März 2022

Inzwischen ist die Befürchtung eingetroffen, daß die Ukraine in einen Krieg getrieben wurde. Die östlichen Provinzen Donezk und Lugansk, die zu 80% von Russen bewohnt werden, hatten den Regierungswechsel in Kiew nicht als rechtmäßig anerkannt und haben sich vom europäisch orientierten Westen der Ukraine getrennt. Daraufhin war es zu einem Bürgerkrieg mit der Kiewer Regierung gekommen, der bis jetzt acht Jahre andauert. Die ukrainische Regierung wurde dabei vom Westen (NATO) unterstützt und auch mit Waffen beliefert, die abtrünnigen Provinzen von Rußland.

Diese Entwicklung hatte sich in den letzten Monaten dramatisch zugespitzt: Das Abkommen Minsk 2 wird von Kiew nach wie vor nicht erfüllt, wobei der Westen keine Neigung zeigt, die Kiewer Regierung zur Einhaltung zu drängen. Der Besuch von Macron und Scholz bei Putin hatte wohl diesbezüglich auch kein Angebot im Gepäck. Zuvor brachte auf der Münchener Sicherheitskonferenz der Präsident Selenskij sogar die Stationierung von Atomwaffen auf ukrainischem Gebiet ins Gespräch. Der Angriff  durch ultra-nationalistische Verbände (Asow-Kämpfer) auf das Gebiet von Donezk und Lugansk, auch mit sehr modernen Waffen, wurde verstärkt. Darauf hat Putin die beiden Provinzen völkerrechtlich anerkannt und dem Westen Bedingungen gestellt, die von diesem natürlich nicht akzeptiert wurden. Das ist kurz zusammengefaßt die Vorgeschichte, die Putin zum Einmarsch in die Ukraine veranlaßt hat.

(vgl. meinen Artikel Krieg in der Ukraine. Der dritte Schock auf dem Weg zum Great Reset)

Man kann sich in dieser Situation auf den moralischen  Standpunkt stellen, daß ein Krieg auf keinen Fall ein angemessenes Mittel zur Lösung von Konflikten ist. Man kann sich andererseits aber auch fragen, was denn Putin, außer einer Kapitulation vor der NATO, für eine Alternative hatte. In den beiden Ostprovinzen wäre der Kampf unvermindert und sogar verstärkt weitergegangen. Inzwischen sind dort etwa 14.000 Russen getötet worden. Sollte er warten, bis Kiew auf seinem Territorium Atomwaffen stationiert?

Der wunde Punkt für Rußland ist die Osterweiterung der NATO. Putin will eine neutrale Ukraine, die darauf verzichtet, sich dem Westen anzuschließen. Das war von Anfang an seine Forderung, schon zu der Zeit, als Janukowitsch noch im Amt war, also vor dem Umsturz. Er hatte seinerzeit der Urakine einen günstigeren Kredit angeboten als der IWF und dazu verbilligte Gaslieferungen. Die neue Kiewer Regierung hatte das alles nicht gewollt. Sie wollte in die EU und letztlich in die NATO.

Der Westen beruft sich auf das Selbstbestimmungsrecht der Völker. Danach kann die Ukraine allein entscheiden, welchem Bündnis sie sich anschließen will. Aber das ist reine Heuchelei. Wer so argumentiert, sollte sich einmal vorstellen, was die USA machen würden, wenn die Russen auf die Idee kämen, mit Mexico ein Bündnis zu vereinbaren und an der Grenze zu den USA moderne Waffen zu installieren. In der Politik darf man keine Prinzipien reiten, sonst landet man am Ende in einen Krieg.

Ich denke, Putin hat nicht vor, die Ukraine zu erobern und zu besetzen. Wenn der Westen einer Neutralität zustimmen würde, wäre der Krieg vermutlich morgen vorbei. Aber vielleicht ist das gar nicht erwünscht.

Meine Leser sollten wissen, daß ich den westlichen Regierungen gegenüber voreingenommen bin. Seit der Masseneinwanderung von 2015 und erst Recht seit Corona traue ich den Regierungen nicht mehr über den Weg. Sie kämpfen gegen ihr eigenes Volk. Ich glaube nicht mehr daran, daß sie gewillt sind, "Schaden vom Volk abzuwehren und seinen Nutzen zu mehren", wie es in dem von ihnen geschworenen Eid heißt. Für mich sind sie Befehlsempfänger einer globalistischen Elite, die ganz andere Ziele verfolgt. Das vorgegebene Ziel heißt "Great Reset" und es konkretisiert sich in dem Satz von Klaus Schwab (WEF): "Du wirst nichts besitzen und trotzdem glücklich sein".

Kein vernünftiger Mensch wird sich mit diesem autoritären Programm einverstanden erklären. Das wissen auch die Eliten. Deshalb suchen sie eine chaotische Situation zu erzeugen, in der die Bevölkerung letztlich gezwungen ist, eine solche totalitäre Unterdrückung zu akzeptieren. In diesen Rahmen läßt sich auch der Krieg in der Ukraine einordnen. Putin wurde so lange provoziert, bis er endlich den Einmarsch befohlen hat. Nun hat man einen Sündenbock und kann ihm für alle Maßnahmen, die man jetzt der eigenen Bevölkerung aufzwingen will (Selbstmord-Sanktionen), die Schuld geben.

Nach dem Schock der Masseneinwanderung und dem Corona-Schock erleben wir jetzt den Kriegs-Schock. Es werden vielleicht Millionen Flüchtlinge kommen, die unser Land weiter destabilisieren. Wir bekommen eine Energiekrise und auf jeden Fall deutlich verschlechterte Lebensbedingungen. Und unser Land wird weiter gespalten, nämlich in "Putinversteher" und "Putinhasser". Die entsprechende Propaganda läuft schon.

Die Eliten wissen, daß nur ständige Schocks die Bevölkerung am Ende resignieren lassen. Ohne Chaos gibt es keinen Great Reset. Das, so denke ich, sollte man wissen und darüber nachdenken. Wahrscheinlich ist der Krieg in der Ukraine weniger dafür gedacht, Rußland und Putin in die Enge zu treiben als die europäischen Länder einem Great Reset näher zu bringen.

Aber die Globalisten könnten sich auch verrechnet haben. Putin, der zunächst mit dem WEF zusammengearbeitet hat, scheint sich zu seinem Gegner gewendet zu haben. Ihm ist der Schutz des eigenen Volkes und der Russen in der Ost-Ukraine wohl wichtiger als eine Neue Weltordnung (NWO), in der Rußland sich am Ende doch nur dem Westen unterordnen soll.

(vgl. hierzu meinen Artikel Krieg in der Ukranine. Der dritte Schock auf dem Weg zum Great Reset)

(vgl. meinen Artikel Erst Chaos schaffen, um so eine Tyrannei zu errichten)

(wichtiges Interview mit Ernst Wolff, Der Great Reset der Eliten)

Das Horoskop von Putin mit aktuellen Transiten

Ich habe die Transite des aktuellen Vollmonds vom 18. März (Moskau) gewählt, weil sie für Putin sehr dramatisch sind. Wir haben es mit einem Großen Quadrat von Sonne, Mond, Lilith (Mond + Uranus + Pluto) und Priapus (Mond + Neptun + Pluto) zu tun, deren Energien ausgerechnet auf den Mars von Putin im Schützen treffen. Mit Priapus auf Mars ist Putin in die Defensive geraten. Dafür spricht auch die Stellung des Transit-Saturn auf dem aufsteigenden Mondknoten im Quadrat zum Radix-Jupiter. Es geht zur Zeit mit der Offensive (Transit-Jupiter mit Aspekten zum Radix-AC und Radix-Uranus) nicht recht voran. Schuld daran könnten falsche Einschätzungen der Geheimdienste zur Stimmungslage der Bevölkerung in der Ukraine sein (Quinkunxe zwischen den Stellungen in Waage und Fische). Vielleicht hat Putin auch die Stärke seiner Armee überschätzt. Jedenfalls ist er in einer sehr schwierigen Lage. Hinzukommen die Sanktionen des Westens, die das Land äußerst hart treffen.

In dieser Situation sind die Energien des Großen Quadrats sehr gefährlich: Putin fühlt sich mit dem Halbquadrat von Sonne-Mond-Priapus auf seinen Radix-Mars bedroht und auch in seinem Stolz (Sonne + Mond) verletzt. Mit dem anderen Halbquadrat zwischen Sonne-Mond-Lilith wird sein Stolz dagegen aggressiv herausgefordert. Im Zusammenhang mit Priapus droht sogar Größenwahn. Es ist schon in normalen Lebenssituationen sehr schwer, diese Spannungen auszubalancieren. Putin steht aber mit dem  Rücken zur Wand, und er hat eine Veranlagung zu extremer Sturheit (Pluto, MC und Lilith an der Mondknotenachse). Er könnte in den nächsten Tagen Entscheidungen für die Sicherheit Rußlands treffen (Transit-Uranus im Stier mit Anderthalbquadrat zum Radix-Mars), die sehr weitgehend sind.

Die Lage wird für Putin auch in der nächsten Zeit schwierig bleiben. Der Transit-Saturn auf dem Radix-Mondknoten Opposition MC erreicht als nächste problematische Station die Opposition zum Radix-Pluto (Anfang April). Mitte Juni wird der Saturn auf 25°15 rückläufig und erreicht mit einer verstärkenden Wirkung wiederum die Opposition zu Pluto (Anfang August) und danach die erneute Konjunkton mit dem aufsteigenden Mondknoten (Anfang September). In der Direktläufigkeit werden beide Radix-Punkte dann noch einmal berührt und erst im Januar 2023 endgültig überschritten. Wir könnten also u.U. einen länger dauernden Krieg in der Ukraine erleben. Vielleicht dauert er sogar so lange, bis Saturn ins Fische-Zeichen wechselt.

Ich betone hier noch einmal, daß ich kein Bewunderer von Putin bin und auch nicht in Russland leben möchte. Ich denke aber, daß ich meinen gesunden Menschenverstand noch nicht verloren habe. Der sagt mir, daß Putin diesen Krieg gewinnen wird. Dafür ist Rußland militärisch einfach zu überlegen. Die massiven militärischen Unterstützungen des Westens und die Fehleinschätzungen von Putins Beratern haben den russichen Angriff erst einmal ins Stocken gebracht. Der Krieg wird also kein Spaziergang für die Russen, und die wirtschaftlichen Sanktionen zeigen auch härtere Auswirkungen auf die russische Wirtschaft als erwartet. Ein Rückzug kommt für Putin trotzdem nicht infrage, weil damit die Ukraine sofort vollständig unter den Einfluß des Westens geraten würde. Die NATO stünde vor seiner Haustür. Putin muß also gewinnen und das kann nur heißen, daß er militärische Mittel mit einem größeren Zerstörungspotential einsetzen wird.

Was also auf die Ukraine und dann auch auf Europa zukommt, erfüllt mich mit Schrecken. Ich frage mich hier, wie man seitens der ukrainischen Regierung und auch seitens der westlichen Regierungen so unvernünftig sein kann, daß man dieses Schreckensszenario sehenden Auges auf sich zukommen sieht und trotzdem unbeirrt am Sieg über Russland festhalten will. Ein ganzes Land wird geopfert. Was Putin fordert, ist nicht unbillig: Er will, daß die Ukraine kein Teil des Westens (EU und NATO) wird. Er will Sicherheit für sein Land, er will eine neutrale Ukraine. Muß erst ein ganzes Land zerstört werden, bis die Ukraine begreift, daß Neutralität ihre einzige Chance ist? Oder darf die ukrainische Regierung das gar nicht einsehen, weil das den Plänen der globalistischen Eliten widerspricht?

Rolf Freitag, Schule für Psychologische Astrologie, im März 2022

 

 

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